TOP 10 Fehler bei der Hochzeitsplanung

„Ich brauche keinen Hochzeitsplaner. Ich dekoriere wirklich gerne und plane lieber alles selbst.“ – solche Sätze höre ich im Gespräch mit zukünftigen Bräuten, die meinen Weg irgendwo kreuzen, immer wieder. Ist es gemein, wenn ich dann still und heimlich denke: „Viel Erfolg, Schätzchen. Wir sprechen uns einen Monat vor der Hochzeit.“? Denn dann heißt es nämlich oft: „Ich habe gar keine Lust mehr auf die Hochzeit. Ich würde am liebsten alles nur noch hinter mich bringen und bin froh, wenn es endlich vorbei ist. „Und dafür habt dann ihr 30.000€ ausgegeben?“, denke ich dann. 

Wer mich kennt weiß natürlich, dass ich kein gemeiner Mensch bin und deswegen gebe ich euch DO-IT-YOURSELF-PERLEN hier gerne einmal meine TOP 10 Fehler bei der Hochzeitsplanung an die Hand, damit auch euer Hochzeitstag keine komplette Katastrophe wird. 

1. „Wir gucken mal wie teuer es wird.“

Wie bitte? Auf gar keinen Fall! Setzt euch bitte zu Beginn der Planung mit eurer Partnerin oder eurem Partner hin und steckt ein grobes Budget für die Hochzeit ab. Arbeitet ihr ohne Budget, verliert ihr die Kosten ganz schnell aus den Augen und wer möchte schon durch finanzielle Probleme die erste Krise noch vor der Hochzeit auslösen? Ihr müsst wissen wie viel ihr ausgeben könnt und wollt. Im Laufe der Planung seht ihr dann was ihr euch noch leisten könnt und worauf ihr eventuell verzichten müsst. 

2. Den Zeitaufwand unterschätzen

Die meisten von euch heiraten natürlich zum Ersten Mal im Leben. Das bedeutet gleichzeitig, dass ihr höchstwahrscheinlich noch nie zuvor eine Hochzeit geplant habt und somit auch gar kein Gefühl dafür habt, wie lange so eine Planung überhaupt dauert. Damit ihr nicht unter Druck geratet empfehle ich 12-14 Monate vor dem gewünschten Termin mit der Suche der Location zu beginnen. Nur so könnt ihr sicher sein, dass ihr keine Kompromisse eingehen müsst. 

3. Eigentlich, eigentlich, eigentlich

„Ich möchte eigentlich einen DJ, meine Mutter will aber gerne eine traditionelle Band.“ 

„Eigentlich würde es uns reichen standesamtlich zu heiraten. Meine Schwiegermutter möchte aber, dass wir in der Kirche heiraten.“ 

Eure Mütter, Väter, Schwiegermütter, und alle anderen die meinen sie hätten bei der Planung eurer Hochzeit Mitspracherecht, haben schon geheiratet oder sollen ihre Wünsche bei der eigenen Hochzeit umsetzen. Bei der Planung geht es nur um euch, das zukünftige Brautpaar. Stellt eure eigenen Vorstellungen & Wünsche auf gar keinen Fall hinten an. Das sorgt nur für Frustration und Unzufriedenheit. 

4. Ihr erstellt keinen Ablaufplan

Ein grober Ablaufplan ist für den Tag der Hochzeit unabdingbar für Dienstleister und Gäste. Erstellt vor der Hochzeit in Absprache mit der Location einen groben Ablaufplan vom Tag eurer Hochzeit. Dies wird euch helfen die Dienstleister zu briefen und sicherzustellen, dass jeder weiß was er zu tun hat. Auch für eure Gäste ist der Ablaufplan wichtig: Sie wissen immer was als nächstes ansteht und wo der nächste Programmpunkt stattfindet. Ein Ablaufplan erspart euch viele Frage am Tag der Hochzeit und ihr habt somit mehr Zeit zum Genießen. 

5. Zu viele Programmpunkte

Vielen von euch ist es sehr wichtig, dass eure Gäste sich nicht langweilen. Natürlich wollt ihr die perfekten Gastgeber sein und euren Gästen etwas bieten. Hier ist jedoch Vorsicht geboten: Zu viele Programmpunkte können die Gäste und euch in Stress versetzen. Wenn man von einem Programmpunkt zum Nächsten hetzen muss kann man am Ende gar nichts mehr genießen und schmeißt viel Geld zum Fenster raus. Sucht euch dann 2-3 gut geplante und qualitativ hochwertige Punkte raus. Das reicht vollkommen und gerade hier gilt: Weniger ist manchmal eben doch mehr. 

6. Ein absolutes NO-GO: Hungrige oder durstige Gäste. 

Viele Brautpaare vergessen, dass manchmal zwischen Trauung und Dinner viele Stunden und viele knurrende Mägen liegen. Eure Gäste haben am Tag der Hochzeit meistens nichts zu Mittag gegessen, da sie sich aufgehübscht haben oder eine etwas weitere Anreise in Kauf genommen haben. Es gibt also keinen größeren Stimmungskiller als die Gäste dann noch bis zum Abendessen warten zu lassen. Plant doch zum Beispiel die Torte so ein, dass sie am Nachmittag zum Kaffee serviert wird. Eine andere tolle Alternative sind Canapés oder ein Flying Buffet zum Sektempfang. Eure Gäste werden es euch danken. 

7. „Muss ich die wirklich einladen?“ 

Wer kennt es nicht? Man war auf eine Hochzeit eingeladen und nun fühlt man sich verpflichtet das damalige Brautpaar auch zu seiner Hochzeit einzuladen. Oder Mama stellt wieder mal einen Anspruch: „Tante Sophia und Onkel Massimo müsst ihr aber einladen, mit ihren 7 Kindern und 5 Enkelkindern.“ NEIN – das müsst ihr nicht. Es ist eure Hochzeit und ihr solltet wirklich nur die Menschen einladen, die euch am Herzen liegen. Ladet ihr Personen ein mit denen ihr sehr selten zutun habt, oder gar überhaupt keinen Kontakt mehr habt, so kann sich das wirklich negativ auf die Stimmung auswirken. Außerdem sind die Gäste das teuerste an eurer Hochzeit. Wer möchte schon 150 € für die unbeliebte Ex-Arbeitskollegin ausgeben, nur weil sie euch damals auch eingeladen hat? 

8. It´s all about the details

Um die perfekte Hochzeit zu planen sollte man den Details viel Aufmerksamkeit widmen. Tischkarten, Sitzplan, Gastgeschenke und Deko runden eine Hochzeit doch erst so richtig ab und lassen eine Wohlfühlatmosphäre entstehen. Planen Brautpaare die Hochzeit selbst gibt es oft zwei Szenarien: A) Das Grundgerüst der Hochzeit wie Location, Fotograf, und Dj steht, aber ihr vergesst die wichtigen, kleinen Dingen die euren Tag perfekt machen, oder B) Ihr verliert euch zu sehr in der Planung der kleinen Details und gebt unnötig viel Geld für unwichtige Dinge aus. Überlegt gemeinsam was ihr wirklich braucht und legt euren Fokus auf ein paar wenige aber dafür gut geplante Details. 

9. Do-It-Yourself

Ich höre es ja immer wieder: „Die Deko und die Blumen machen wir selbst. Bilder macht Onkel Eddy der hat eine teure Kamera und ein Bekannter von uns macht die Musik. Das hat er auf seinem Geburtstag auch echt gut selbst hinbekommen.“  STOP. Wollt ihr heiraten oder eine lustige Gartenparty organisieren? Bei aller Liebe, ihr könnt bei weitem nicht alles selbst machen und das aus verschiedenen Gründen. 1. Wenn ihr euch um alles selbst kümmert, könnt ihr eure eigene Party überhaupt nicht mehr genießen und höchstwahrscheinlich nicht mal zum Essen kommen. 2. Ihr seid weder Dekorateure, Floristen noch Fotografen und DJ´s. Hochzeitsdienstleister haben oft teure Ausbildungen genossen und jahrelang Berufserfahrungen gesammelt. Ich empfehle euch einige Aufgaben an Profis zu delegieren und auf deren Expertise zu vertrauen. 

10. Sparflamme fahren

Es ist klar, dass wir nicht unendliche finanzielle Mittel für eine Hochzeit haben. Deshalb ja auch mein erster Tipp: Setzt euch ein Budget. Sparen an den falschen Enden kann euch jedoch unter Umständen den ganzen Hochzeitstag ruinieren oder wunderschöne Erinnerungen kosten. Folgende Dienstleistungen sind für den Erfolg einer Hochzeit essentiell und dürfen ruhig auch ihren Preis haben: 

a) Fotograf – Die Bilder werdet ihr euer Leben lang haben und wahrscheinlich noch euren Enkelkindern zeigen. Wer am Fotograf spart, ärgert sich in ein paar Jahren sicherlich. Deswegen lieber auf Nummer Sicher gehen und den Wunschfotograf buchen anstatt 500€ zu sparen. 

b) DJ oder Band: Eine Hochzeit steht und fällt mit der Musik. Hier solltet ihr auf keinen Fall falschen Geiz an den Tag legen. Der richtige DJ oder die richtige Band kann jedes schlechte Essen retten und die Stimmung eurer Hochzeit zum Überlaufen bringen. 

c) Zeremonienmeister oder Wedding Day Manager: Ihr wolltet ja wirklich alles alleine machen. Jetzt ist es 09:00 Uhr am Tag eurer Hochzeit und ihr müsst vor dem Stylingtermin noch schnell alles dekorieren. Dann ruft die Stylistin an und fragt wo sie hin muss. Während du dich schminken lässt, ruft der DJ an weil er wissen muss, wo er sich aufbauen soll, die Floristin ruft an weil sie die Location nicht findet und der Konditor muss wissen wo er die Torte kühlen kann. Zum krönenden Abschluss ruft deine Trauzeugin noch an und sagt, dass ihr der Absatz vom Schuh abgebrochen ist. Du läufst wie auf der Flucht durch die Location und bringst alle an ihren Platz, du schwitzt und dein Make-Up ist hinüber bevor es überhaupt fertig war. Zu guter Letzt bemerkst du, dass ihr durch die ganzen Vorkommnisse schon eine Stunde Verspätung habt. „Happy Wedding“, sag ich da nur. Bist du dir sicher, dass es sich nicht doch lohnt in einen Zeremonienmeister zu investieren? 

Ich möchte euch mit dem Blog-Beitrag keine Angst machen. Die Planung einer professionellen Hochzeit ist jedoch wirklich nicht zu unterschätzen. Solltet ihr euch für einen Profi entscheiden so stehe ich euch gerne zur Verfügung. 

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